Tagesberichte 29. – 31.12.2011

Posted by on 1. Januar 2012

29.12.2011:
Nach kurzem aber intensivem Schlaf war die Nacht um 5.00h schon wieder zu Ende. Um 6.30h standen wir dann am Fährableger und nach der Anmeldung des Fahrzeuges bei der Fährgesellschaft legten wir planmäßig in Tarifa/Spanien ab, um über die Straße von Gibraltar nach Tanger in Marokko über zu setzen.
Die Überfahrt war ausgesprochen ruhig bei bestem Wetter und wir konnten sogar ein paar Thunfische beobachten, die unser Schiff begleiteten.
Während der 45 Minuten Überfahrt wurden dann auch direkt unsere Pässe mit den Einreisestempeln versehen. Die weiteren Formalitäten in Tanger dauerten dann bis 11.00h MEZ, also 10.00h Ortszeit Marokko. Danach fuhren wir weiter über Tetouan und einem Zwischenabstecher in Chefchouan nach Fès, wo wir gegen 17.30h eintrafen.
Zeltaufbau und Essenszubereitung sowie dessen Einnahme waren danach ebenso zügig wie wohltuend vonstatten gegangen.

30.12.2011:
Nach einer sehr kalten Nacht (Jürgen hat bitter bereut, seinen polartauglichen Schlafsack zu Hause gelassen zu haben) und einem ebenso frostigen Frühstück (Uwe musste sein Brot mit dem tiefgekühlten Nutella scheibchenweise belegen), hatten wir einen sogenannten Ruhetag in Fès.
Dieser wurde zur intensiven Stadbesichtigung inkl. einer sehr netten und gut gemachten Stadtführung (Danke an Wafi, unseren Stadtführer) genutzt. Besonders interessant war die Altstadt (Medina). Diese besteht aus einem Labyrinth von unzähligen und völlig verwinkelten Gassen und Gässchen, aus denen man ohne Führung wohl nur schwerlich wieder herausfinden kann.
Ebenso interessant (optisch wie geruchlich) war auch der Besuch der weltberühmten Leder-Gerberei und -färberei. Die dabei beobachteten Arbeitsbedingungen wären so in Deutschland wohl nur sehr schwer vorstellbar.
Auf der Rückfahrt besuchten wir noch einen riesigen Supermarkt, wo wir uns im Rekordtempo zwischen unvorstellbaren Menschenmengen (“Gibt’s morgen eigentlich nichts mehr zu kaufen!?”) mit einer Wolldecke für Jürgen, Badeschlappen für Uwe und in einer Spezialabteilung für “Ungläubige” mit Bier für beide eingedeckt haben. Erst sehr spät, nach Einbruch der Dunkelheit, kamen wir wieder zum Campingplatz zurück.
Bei mittlerweile wieder frostigen Themperaturen schlossen wir den Tag mit 2 5-Minuten-Terrinen ab um sodann schlafen zu gehen.

31.12.2011:
Wie sich in der Nacht bzw. nach dem Erwachen herausstellte, war die Investition in die Wolldecke ein Volltreffer, denn in dieser Nacht war es noch kälter, was man unschwer an den zugefrorenen Autoscheiben erkennen konnte. Nach einem wiederum sehr frostigen Frühstück (Nutella siehe 30.12.) schüttelten wir das Eis vom Überzelt und verstauten unsere Habseligkeiten so schnell im Auto, wie es die gefrorenen Finger zuließen.
Das begehrteste Tausch-Utensil beim Aufbruch waren Eiskratzer (…und das in Afrika!).
Als nach rund 10 min. Fahrt das Auto langsam gemütlich wurde, merkten wir wie schön es ist, wenn langsam aber sicher wieder Leben in Finger und Zehen zurückkehrt. :-)
Die heutige Etappe ging von Fès über den mittleren Atlas nach Marrakesch (rd. 500km), die unser Wüstenschiff völlig locker und problemfrei abspulte. Dabei waren einige, für unser Augen ungewöhnlich Straßenszenen zu beobachten (siehe Bilder). Gegen 17.30h erreichten wir den sehr schönen Campingplatz und begannen sodann mit Zeltaufbau, Wäschewaschen, Essenszubereitung und nicht zuletzt Duschen.