Tagesberichte 07. bis 11.01.2012

Posted by on 12. Januar 2012

07.01.2012
Heute standen ein Kinderheimbesuch und sportliche Aktivitäten auf dem Programm.
Im Konvoi durchquerten wir unter Polizeischutz die Stadt, um das Kinderheim zu besuchen. Das Heim besteht hier derzeit noch aus 2 Gebäuden, in denen aktuell mehr als 100 Kinder betreut werden.
Man hatte sich auf unseren Besuch sehr nett vorbereitet und wir wurden sehr freundlich mit vorgetragenen Liedern begrüßt. Bei dem Besuch waren auch die Bürgermeisterin sowie Vetreter der Regierung anwesend.
Die Lebensumstände im Umfeld sind bedrückend. Unsere Anwesenheit sorgte nach kurzer Zeit für einen Auflauf von Kindern und Erwachsenen aus der Nachbarschaft.
Nach dem Besuch des Kinderheimes fuhren wir noch zum Bauplatz für das neue Kinderheim. Dort wird ein Heim auf mehreren Etagen inkl. medizinischer Betreuung errichtet. Der Baubeginn steht unmittelbar bevor.
Am Nachmittag mussten wir unsere Sportlichkeit beweisen und zunächt im Fussball gegen eine engagierte Nachwuchsmanschaft – unterstützt vom bereits erwähnten Regierungsvertreter – antreten.
Als unsere Mannschaft nach 2 Gegentoren ins Spiel gefunden hatte, war die Spielzeit leider zu Ende…
Nach dem Fußball ging es fast nahtlos zum Basketball über. Zunächst demonstrierte eine Damenmannschaft ihr Können, diese wurde sodann von Damen aus dem Dust-and-Diesel-Tross verstärkt. Anschließend versuchte sich eine Herrenmanschaft von D&D gegen die ortsansässige Profimanschaft und verlor 2:mehreren Dutzend (der genaue Spielstand ging leider unter!).
Kaum zurück auf dem Campigplatz begann dann der Verkauf der Autos, bei dem heftig gefeilscht wurde, so daß sich dies über einen längeren Zeitraum hinzog.
Auf diese Weise kam eine beachtliche Summe für den guten Zweck zusammen. Die Autos durften aber zunächst behalten werden, denn wir wollten ja schließlich an den nächsten Tagen noch weiterfahren.

Zu Abschluß des Tages war dann die gesamte D&D-Truppe bei der Ärztin des Kinderheimes zum gemeinsamen Couscous-Essen im landestypischen Stil (im Schneidersitz im Kreis um eine gemeinsame Schüssel; es wird mit den Fingern gegessen) eingeladen.

08.01.2012:
Bereits sehr früh verließen wir – wieder unter Polizeischutz – unseren Campingplatz in Richtung Sahara.
Nach einigen Kilometern Konvoifahrt auf Asphalt bogen wir auf eine Wüstenpiste ab. Nach Reduzierung des Reifenluftdruckes auf 1 bar ging es nun rallyemäßig quer durch die Wüste.
Man sollte gar nicht glauben, zu was mehr als 20 Jahre alte Mercedes so fähig sind. :-)
Unser Nachtlager schlugen wir zwischen den Dünen mitten in der Wüste auf.

09.01.2012
Nach klarer Vollmondnacht brachen wir noch vor Sonnenaufgang wieder auf.
Die heute noch etwas anspruchvollere Strecke enthielt einige Tiefsandpassagen und verlangte von Fahrern und Fahrzeugen Höchstleistungen.
Mehrfach musste geschaufelt und mit vereinten Kräften geschoben werden. Schließlich führte unsere Stecke direkt am Atlantikstrand entlang.
Die einlaufende Flut nötigte uns dann unser Strandcamp aufzuschlagen.

10.01.2012
Strandcamp.
Urlaub, Sonne, Meer und Wind. Riesiger Feinsandstrand ohne Ende in beide Richtungen und die Wüste hinter uns.
Das Wasser war bot eine erfrischende Abkühlung in der Hitze, allerdigs hielten es auch hartgesottene Zeitgenossen nur sehr kurz im Wasser aus, denn es war eiskalt.
Der recht kräftige Wind sorgte dafür, daß nach und nach alles, auch in Zelt und Auto mit Sand paniert wurde.
Der Sand bereicherte als zusätzliche Beilage auch Essen und Trinken.

11.01.2012
Nach recht windiger Nacht und dazugehöriger Sandpanade begannen wir wieder mit einem sandigen Frühstück.
Dann folgten ein paar faule Stunden in warmer Sonne und kaltem Wasser, bis wir die Autos aus dem Weichsand unseres “Campingplatzes” auf den Strand schoben, um unsere Fahrt am Wasser fortzusetzen.
Auch heute gab es wieder ein paar “Sonderprüfungen”, so z.B. eine kritische Engstelle am Strand.
Am späten Nachmittag dann verließen wir den Strand (wieder in Sonderprüfungsmanier, nicht ohne manuelle Schiebehilfe, diesmal auch an unserem Wüstenbenz) in Richtung Teerstraße und pumpten die Reifen, unter den Augen der Einheimischen nun wieder auf.
Die abschließende Etappe zum Endziel Nouakchott verlief recht zügig und am frühen Abend erreichten wir die “Auberge Sahara” mitten in der Stadt. Heute also mal kein Camping.
…und Duschen ist nach 3 Tagen dann auch mal wieder ganz nett.

Mission erfüllt.